Dorffeste ohne Plastik

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Ein wichtiger Schritt Richtung Nachhaltigkeit

Im Rahmen des Projekts Klimagemeinde hat sich in der Gemeinde St.Ulrich ein sogenanntes Energyteam gebildet, welches sich als Ziel gesetzt hat verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Umwelt zu ergreifen. Die Gemeinde hat sich verpflichtet, einen wesentlichen Beitrag zu leisten, um Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen. Abfall zu vermeiden sollte selbstverständlich sein. Wo das nicht möglich ist, dort sollen Wertstoffe getrennt gesammelt und einem Recycling-Prozess zugeführt werden. Weltweit steigt das Problem der Verschmutzung durch Plastik und anderen Müll. Es ist höchste Zeit zu handeln. 

Plastik zersetzt sich erst nach hunderten von Jahren, teilweise verrottet es gar nicht. Man findet es in der Natur, in den Meeren und über die Nahrungskette gelangt es schließlich in unserem Körper. Die Verpackungsindustrie ist gefordert nach umweltfreundlichen Alternativen für Wegwerf-Plastik zu suchen und diese einzusetzen. Ebenso ist ein Umdenken bei den Menschen notwendig, die sich beim Einkauf bewusst für weniger Verpackung, insbesondere für weniger Einweg-Plastik , entscheiden sollen. Deshalb hat die Gemeinde sich als Ziel gesetzt zusammen mit den Vereinen die Feste im Dorf möglichst nachhaltig und ohne Plastik zu gestalten.

Dafür hat es ein Treffen mit Vertretern der Vereine gegeben, bei dem alle Vorschläge und Problematiken Feste umweltfreundlicher zu organisieren vorgetragen und diskutiert wurden.

Es hat dann ein Pilotprojekt mit den Schützen beim Blättermarkt gegeben, bei dem bereits versucht wurde, kein Einwegplastik mehr zu verwenden und den anfallenden Müll zu trennen. Das Projekt hatte großen Erfolg.

Man war sich jedoch sofort bewusst, dass die Problematik bei einem großen Fest, welches nur von einem einzigen Verein organisiert wird, wie es das Dorffest am Kirchtag von St.Ulrich ist, eine ganz andere ist. Die Mengen an Geschirr und Besteck ist enorm und die Logistik zur Mülltrennung dementsprechend viel schwieriger. Die Musikkapelle hat jedoch diese Herausforderung angenommen und hat den Versuch trotz aller Schwierigkeiten gestartet das Dorffest möglichst nachhaltig zu gestalten. Es wurde entschieden Holzbesteck und Kartonteller anzukaufen, trotz der doppelten Kosten im Vergleich zum Einmalplastik. Zu erwähnen ist, dass der Verein noch einiges an Plastikbesteck und Plastikbehälter vom letzten Fest vor 2 Jahren hatte. Anstatt es wegzuwerfen hat man zu Recht entschieden es beim diesjährigen Fest aufzubrauchen.

Um das Problem der Mülltrennung anzugehen wurde ein Bankett organisiert, an dem 2-3 Freiwillige den Müll nach Karton, Biomüll und Restmüll getrennt haben. Die Arbeit war erfolgreich und hat gut funktioniert. Ca.70% des getrennten Mülls war Karton, der von der Firma Chiocchetti zum Recyceln verschickt wurde. 

Das ganze Projekt wurde von sehr vielen Menschen gutgeheißen und hat Zuspruch beim Großteil der Festbesucher erhalten.

Auch beim Fest im August „Gröden in Tracht“ hat die Schützenkompanie, trotz hoher Spesen und großem organisatorischen Aufwand, die Entscheidung getroffen, einen wesentlichen Beitrag zu leisten um ihr Fest möglichst nachhaltig zu gestalten. Aus der Erfahrung vom Dorffest im Juli hat man sehen können, welche Maßnahmen man übernehmen kann und welche zu verbessern sind.

Es wurde komplett auf Plastik verzichtet und an einem Bankett wurde sogar Karton von Papier und Biomüll getrennt.

Wir wollen alle Zusammen mit dieser Initiative einen Beitrag leisten, den Einsatz von Einweg-Plastik möglichst zu vermeiden und jedenfalls zu reduzieren. Die Sensibilisierung der Müllproblematik und so ein Umdenken im Umgang mit Verpackungen aus Kunststoff zu bewirken ist ein wichtiger Schritt Richtung Nachhaltigkeit .

Ein großes Dankeschön geht an die Mitglieder der Vereine, die lösungsorientiert und umweltbewusst gehandelt haben.

Post expires at 16:06 on Wednesday, 9. October 2019

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